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25.10.2021

Schwermetallfällung

In zahlreichen Industriezweigen und -anwendungen ist der Einsatz von Schwermetallen unabdingbar. Ein Problem, denn einmal in Lösung gebracht, wirken sie toxisch auf Mensch und Umwelt. Für die Konzentration an Schwermetallen in Abwässern (wie auch der Abluft) gelten strenge Grenzwerte.

Zur Einhaltung dieser Richtlinien werden Schwermetalle üblicherweise durch die Neutralisation des Abwassers mit Natronlauge oder Kalkmilch als schwerlösliche Hydroxide ausgefällt und abgetrennt. Diese Methode versagt jedoch häufig, wenn sogenannte Komplexbildner im Abwasser enthalten sind, die die Hydroxidfällung beeinträchtigen oder sogar komplett verhindern. Die Folge ist, dass die Schwermetallgrenzwerte nicht eingehalten werden können.

Trimercaptotriazin (Trinatriumsalz 15%) reagiert mit Schwermetallen wie z.B. Blei, Cadmium, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Silber zu sehr stabilen, nahezu unlöslichen Schwermetall-TMT-Verbindungen. Durch die Zugabe von geringen Mengen werden auch dann gute Ergebnisse erzielt, wenn die Hydroxidfällung keine oder eine nur unzureichende Wirkung zeigt. Üblicherweise wird Trimercaptotriazin im neutralen bis schwach alkalischen pH-Bereich angewendet. Es bildet sich ein Feststoff, der leicht abgetrennt werden kann.

Der erfolgreiche Einsatz von Trimercaptotriazin in weltweit mehreren hundert Abwasserbehandlungsanlagen beruht neben der guten Wirksamkeit auch besonders auf den günstigen toxikologischen und ökologischen Eigenschaften, sowie einer hohen Handhabungssicherheit.

Neben dem bewährten Einsatz in Abwasserbehandlungsanlagen kann auch durch die Zugabe in die alkalischen Wäscher von Verbrennungsanlagen die Quecksilber Emission im Reingas verringert werden. Das Quecksilber wird dabei im Wäscher als Hg-TMT-Verbindung gebunden und somit die Reduktion zuleicht flüchtigem, metallischem Hg verhindert.

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