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Grenzenloses Wachstum als Selbstverständlichkeit

10

Jul

Nachhaltigkeit

1,7 – Das ist die Anzahl der Erden, die im Jahr 2017 rechnerisch zur Deckung des weltweiten Jahresbedarfs an Ressourcen nötig gewesen wäre. Mit Hilfe des Global Footprint Networks wird jedes Jahr der Tag berechnet, an dem die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen aufgebraucht sind, die der Weltbevölkerung rechnerisch zur Verfügung stünden, wenn sie nur so viel nutzen würde, wie sich im selben Zeitraum regeneriert,– es geht um den sogenannten „Earth Overshoot Day“ (1).

Im vergangenen Jahr fiel dieser Tag bereits auf den zweiten August (2). Das erste mal wurde die Erdüberlastungsgrenze zwar schon 1971 überschritten, jedoch fiel das entsprechende Datum damals noch auf den 21. Dezember (3).

Jahr für Jahr rutscht dieser Stichtag nach vorne. Betrachtet man hierbei nur einzelne Kontinente oder Länder, so findet dieser Tag, besonders in Industrienationen, immer früher statt. Die deutsche Bevölkerung hat dabei beispielsweise bereits am 24. April rechnerisch die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die ihr an Biokapazität im Jahr 2017 zur Verfügung stand. Natürlich muss hierbei auch betrachtet werden, dass kleinere Nationen weniger nachwachsende Ressourcen erzeugen können. In der untenstehenden Grafik, kann dazu anhand verschiedener Länderbeispiele abgelesen werden, wie viele Länder flächenmäßig notwendig wären, um den Verbrauch ihrer eigenen Einwohner zu decken:

Doch wie kommt es zu dieser Entwicklung?

In unserem Blogbeitrag „Ein Prinzip mit vielen Gesichtern“ wurde das Verständnis und der Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit bereits erläutert. Hierbei wurde ebenfalls gezeigt, dass sich das Konzept der Nachhaltigkeit „Ökologie – Ökonomie – Soziologie“ längst international durchgesetzt hat. Wieso wird der Verbrauch an natürlichen Ressourcen trotzdem Jahr für Jahr höher (4)?

In vielen Nationen und Gesellschaften ist der grenzenlose Verbrauch von Ressourcen selbstverständlich. Der im Zuge der Globalisierung immer weiter steigende private Verbrauch trägt zum Raubbau an natürlichen Ressourcen und den damit verbundenen Umweltschäden bei. Dass dies nur auf Kosten anderer (Menschen, Tieren, Länder) möglich ist, gerät dabei in Vergessenheit. Obwohl sich die Natur bereits mit ersten Warnsignalen äußert, ist die Wahrnehmung und Umsetzung eines nachhaltigen Handelns noch lange nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen.

Immer mehr Konzerne und Unternehmen machen es sich deshalb zur Aufgabe, Nachhaltigkeit als einen unabdingbaren Unternehmensbestandteil in Hinblick auf ein langfristiges Wachstum und Wohlstand in Ihre Unternehmensstrategien zu integrieren.

 

Nachhaltigkeit als Unternehmensbestandteil

Um langfristig Wachstum und Wohlstand generieren zu können, ist eine erfolgreiche Umsetzung eines Nachhaltigkeitskonzeptes unabdingbar. Wichtig ist hierbei, dass sich dieses Konzept nicht nur auf einzelne Unternehmensbereiche bezieht, sondern ganzheitlich für alle Unternehmensbereiche entwickelt und (vor)gelebt wird. Die Basis wird hier durch ein solides Qualität – und Prozessmanagement gebildet, da dieses für die Sicherstellung, Durchführung und Erstellung transparenter, effektiver und effizienter Prozesse in allen Unternehmensbereichen verantwortlich ist.

 

Wie lässt sich das eigene Nachhaltigkeitsmanagement umsetzen und bewerten?

Sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich muss zu allererst ein Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit geschaffen werden. Ein nachhaltiges Handeln kann nur dann erreicht werden, wenn sich Unternehmen und Mitarbeiter darüber im Klaren sind, welche Verhaltensmuster für eine Veränderung abgelegt und welche neuen Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden müssen. Nachhaltiges Wirtschaften kann also zu allererst durch eine gezielte Nachhaltigkeitsanalyse erzielt werden, welche sowohl durch interne Ressourcen, wie Workshops oder Umfragen, aber auch durch externe Beratungsfirmen erfolgen kann (5).

Ein übliches Instrument zur Darstellung der Nachhaltigkeits-Performance von Unternehmen, ist die sogenannte „Sustainability Balanced Scorecard (SBSC)“, welche zur Überprüfung der Wirksamkeit der Nachhaltigkeitsstrategie und damit zur strategischen Steuerung von Nachhaltigkeitsaspekten dient (6).

 

CSR-Performance-Monitoring zur Verbesserung der Nachhaltigkeits-Performance

Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) wird oft als Begriff für die unternehmerische Sozialverantwortung verstanden und umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft oder eines Unternehmens, den es über die gesetzlichen Forderungen hinaus zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt (7).

Das sogenannte Performance-Monitoring soll dabei helfen, Unternehmen auf Kundenseite eine nachhaltige Beschaffung ihrer Produkte zu erleichtern und lieferantenseitig die Erstellung transparenter Angebote zu ermöglichen. Über eine kollaborative Plattform werden die CRS-Rating Ergebnisse in Form einer Sustainability Balanced Scorecard von Lieferanten für globale Lieferketten bereitgestellt und somit vergleichbar gemacht. Das Rating wird durch eine Bewertung verschiedener Performance-Bereiche erstellt, welche sich in die folgenden vier Themenbereiche gliedern: Umwelt, Soziales, Ethik und nachhaltige Beschaffung.

 

Je nach Branche, Industrie und Unternehmensgröße werden die einzelnen Themenbereiche unterschiedlich stark gewichtet und führen zu einer abschließenden Bewertung der Nachhaltigkeits-Performance, welche dann als Leitlinie für zukünftige Kaufentscheidungen dienen kann. EcoVadis stellt damit eine von vielen Möglichkeiten da, Nachhaltigkeit als festen Unternehmensbestandteil zu integrieren (8).

 

Bewusstes Handeln als Ratgeber für die Zukunft

Obwohl Plattformen, Zertifizierungsstellen und Behörden den Weg zu einem bewussteren Umgang mit den wertvollen Ressourcen unserer Erde bieten, unterstützen und kontrollieren, stehen immer noch viele Türen und Möglichkeiten zu einem nachhaltigen und bewussten Handeln offen. Hierbei wird es immer wichtiger, dass sich jeder einzelne in seinem konkreten Umfeld mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und sich den Folgen eines scheinbar selbstverständlichen und grenzenlosen Konsums und Wachstums bewusst ist.

 

Literaturangaben:

  1. https://www.umweltbundesamt.de/themen/earth-overshoot-day-2017-ressourcenbudget
  2. germanwatch.org/overshoot
  3. http://www.augsburg.greenpeace.de/artikel/earth-overshoot-day-2017
  4. www.impag.ch/nc/blog/blog/article/2018/01/23/ein-prinzip-mit-vielen-gesichtern/
  5. https://www.huffingtonpost.de/marco-englert/bewertung-unternehmen-nachhaltigkeit_b_15852202.html
  6. https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/sustainability_balanced_scorecard_1562.htm
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility
  8. http://www.ecovadis.com/de/uber-uns/

 

Bildnachweis:

  1. data.footprintnetwork.org
  2. utopia.de/ratgeber/earth-overshoot-day/
  3. http://www.ecovadis.com/de/was-wir-tun/
     

Julia Menk

Product & Sales Manager Chemicals

Zur IMPAG kam ich wie die Jungfrau zum Kind – was damals als Ferienjob begann, hat heute in der Funktion als Product & Sales Manager geendet. 

Nach meinem Studium habe ich mich entschlossen in den Bereich Chemicals einzusteigen. Damals in Assistenzfunktion, heute ganz eigenverantwortlich in einem tollen Team. 

Aufgewachsen bin ich ca. 20km von Frankfurt entfernt. Zwar schätze ich die Gemütlichkeit auf dem Land, jedoch überfällt mich auch das Großstadtfieber bei lustigen Abenden mit Skyline Blick.

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